Abschiedspräsente - Volksstimme 03.02.2011

Linke-Fraktionschef doch schon gewählt?
Stadtrat Sieghard Dutz sieht sich von ehemaligen Fraktionskollegen ausgebootet:
"Das erinnert mich ganz stark an SED-Zeiten"

"Der Fraktionschef" der Linken für den neuen Stadtrat "steht doch längst fest. Das ist Ralf Linow". Das behauptete gestern Stadtrat Sieghard Dutz.
Dutz bezieht sich mit seiner Aussage auf einen Artikel in der Volksstimme am Mittwoch, in dem von seiner Bewerbung um den Posten des Fraktionsvorsitzenden die Rede ist. Das allerdings sei längst vom Tisch, so Dutz. Er habe bereits in der konstituierenden Fraktionssitzung der Linken im Dezember "ein Schlusswort" gesprochen. "Ich werde nicht mehr als Vorsitzender kandidieren und auch in keinem Ausschuss mehr mitarbeiten", so der 55-Jährige.
Grund für diese Entscheidung sei das Verhalten von ehemaligen Fraktionskollegen. Als er bekannt gegeben habe, dass er sich um den Fraktionsvorsitz bewerbe, sei er massiv angegriffen worden. So habe ihm Ex-Stadtrat Andreas Höppner nach der Sitzung "eine Email geschrieben, in der er mir vorhielt, welche Eigenschaften ein Fraktionschef mitbringen müsste". Dies seien laut Höppners Auffassung insbesondere "eine Mitgliedschaft in der Partei, langjährige Erfahrungen als Kommunalpolitiker und Kommunikationsfähigkeit". Höppner habe ihm all dies abgesprochen. "Das erinnert mich doch stark an SED-Zeiten", so Dutz.
Kritische Töne per Email seien zudem von Ortsgruppenkollegin Monique Schuboth. gekommen. Geantwortet habe er den beiden, die sich während der jüngsten Stadtratswahl ebenso wie er um ein Mandat beworben hatten, bislang nicht. "Das werde ich auch nicht mehr tun", beteuert Dutz.
Schuboth und Höppner seien, ebenso wie Ex-Stadträtin Gudrun Gerecke, bei der Fraktionssitzung mit anwesend gewesen. "Dagegen habe ich normalerweise nichts", betont Dutz. Seiner Auffassung nach hätten sie sich allerdings aus den Überlegungen um den künftigen Fraktionsvorsitz heraushalten müssen.
Gefehlt hatte während des Fraktionstreffens im Dezember allerdings Roswitha Stadie – neben Dutz, Linow und Reinhard Hapke die vierte Stadträtin der Linken. Die Miesterin sei aber "sicher für Linow", vermutet Dutz.
Er weigere sich nun, an einem künftigen Wahlvorgang teilzunehmen, "wo so lange gewählt wird, bis es stimmt".In der Fraktion will der Gardeleger indes "vorerst" bleiben.
Quelle: Volksstimme Artikel vom 14.01.2010
Zwei potenzielle Fraktionschefs

Linke wählen am 20. Januar ihre Spitze / Linow und Dutz kandidieren
Zwei Fraktionsmitglieder der Linken treten am 20. Januar gegeneinander an, wenn in Vorbereitung der konstituierenden Stadtratssitzung der künftige Fraktionsvorsitzende gewählt wird. Der derzeitige Vorsitzende der Linken im Gardeleger Stadtrat, Ralf Linow, wird sich “selbstverständlich” wieder für den Vorsitz zur Verfügung stellen, bestätigte er gestern.
Unterstützung erhält Linow, der das Amt im Juli 2010 in Nachfolge des verstorbenen langjährigen Fraktionschefs Peter Lorenz übernommen hatte, von seinem Fraktionskollegen Reinhard Hapke. Linow habe die Interessen seiner Fraktion auch im Bau- und im Hauptausschuss vertreten und “seine Sache gut gemacht”, sagte Hapke. Er werde Linow deshalb auch wieder für den Vorsitz vorschlagen.
Überraschend hat während der jüngsten Zusammenkunft der Linken-Fraktion vor wenigen Tagen aber auch Sieghard Dutz Interesse am Fraktionsvorsitz bekundet und seine Kandidatur angemeldet.
Dutz, der bei der Kommunalwahl 2009 nicht mehr in den Stadtrat gewählt worden war, rückte Mitte 2010 für Peter Lorenz in den Rat nach.
Der parteilose Kommunalpolitiker hatte bei der vergangenen Stadtratswahl im November 2010 ein sehr gutes Wahlergebnis erzielt: 398 und somit 2,24 Prozent aller Wähler hatten für den Gardeleger gestimmt. Dutz hatte damit das beste Ergebnis aller Kandidaten der Linken erhalten. Er stand im Wahlbereich 3 allerdings auch als einziger Linke-Kandidat auf der Liste der Partei.
Wer am 20. Januar den Vorsitz übernehmen wird, werde “natürlich ganz demokratisch abgestimmt”, versicherte Reinhard Hapke. Das Zünglein an der Waage wird somit Roswitha Stadie werden. Die Miesterin ist die vierte Linke-Stadträtin – und sie ist ganz neu im Gardeleger Stadtrat.
Quelle: Volksstimme | Autor: G. Biermann
Alle Ergebnisse der Stadtratswahl: Wahlergebnisse2010 >>>hier klicken>>>
Artikel vom 02.12.2010
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Altmarkzeitung 02.12.2010 |
Artikel vom 01.12.2010
Das Ergebnis von 4,92 Prozent reichte für die Linke im Wahlbezirk 4, um einen Platz im Rat zu besetzen. Den wird die Lehrerin Roswitha Stadie einnehmen, die 193 Stimmen (4,42 Prozent) bekam.
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Artikel vom 30.11.2010
DIE LINKE Gardelegen feiert einfach besser! - Altmarkzeitung vom 30.11.10

Oder Andreas Höppner aus Kloster Neuendorf. Der Linkepolitiker kandidierte im Wahlbereich 1 und holte 301 Stimmen. Die aber reichten in diesem Wahlbereich nicht. Dagegen hat Roswitha Stadie mit 193 Stimmen im Wahlbereich 4 den Einzug in den Rat geschafft.
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Andere schafften es nicht, obwohl sie ein gutes Ergebnis hatten. Allen voran Andreas Höppner (Linke). Er schaffte das zehntbeste Ergebnis aller 135 Kandidaten – und dennoch nicht den Wiedereinzug in den Rat. Schuld ist die Aufteilung in die fünf Wahlbereiche. Höppners 301 Stimmen und die von Ralf Linow (316), beide waren im Wahlbereich 1 die einzigen Linke-Kandidaten, reichten nur für einen Sitz – und der ging an Linow
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Schenkenhorst top, Sichau flop!
Die Wahlbeteiligung in den insgesamt 39 Wahllokalen für die Gardelegener Stadtratswahl am Sonntag war fast überall unterdurchschnittlich. In vielen Räumen herrschte Flaute. Wie in Sichau, wo gerade mal 26 Menschen ihre Kreuze machten.
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Das älteste neue Stadtratsmitglied ist 71 Jahre, der jüngste Abgeordnete zählt gerade mal 23 Lenze. Keine Frage: Die 36 Abgeordneten des neuen Gardelegener Stadtrates sind ein buntes Völkchen. Und sie kommen aus 20 verschiedenen Ortschaften.
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Artikel vom 29.11.2010
Das Warten hatte erst kurz vor 22 Uhr ein Ende. Der Wahlbezirk Mieste 1, der größte im ganzen Wahlgebiet, brauchte auch die mit Abstand meiste Zeit, um alle Stimmen auszuzählen.
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Der neue Gardelegener Stadtrat ist gewählt. Und es hat einige dicke Überraschungen gegeben.
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Der Brieföffner von Bürgermeister Heinz Baldus lag gestern nicht auf seinem angestammten Platz auf dem Schreibtisch. Es handelt sich um eine historische Fechtwaffe. "Den Degen haben wir vorsichtshalber weggeräumt.
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